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Einträge

08.10.2008    
 
Servus marmotil,

eine ähnliche Antwort an "FaithFux" zum Thema "Föderalismus" hätte ich auch formuliert-bin gestern leider nicht mehr dazu gekommen, ihm zu antworten.
Ich ärgere mich immer wieder über die teilweise überzogene und unsachliche Kritik am föderalen System in Deutschland-besonders hier im Forum!
Offenbar ist den Leuten nicht bewusst, dass gerade der Ruf nach einem Einheitsstaat, nach Zentralismus historisch sehr belastet ist-aber die Historie interessiert viele Zeitgenossen ohnehin nicht sonderlich.
"Deutschland" hat sich über jahrhunderte als Kulturnation, als rein geographischer Begriff in Mitteleuropa definiert, eben bis zum Ende des dt. Bundes, als dann die "Pickelhaube" übergestülpt wurde (du kennst vielleicht die bekannte Karrikatur..)...
Ich denke, dass es künftig auf ein Europa der Regionen hinauslaufen wird, der Ruf nach Selbstbestimmung jeder einzelnen Region, nach Subsidiarität ist nicht zu überhören...-zumindest hoffe ich das...!

Gruss
wildpig


 
15.06.2008    
 
Hallo marmotil,
das Freundschaftsangebot ist natürlich angenommen. In der Frage der richtigen Energiepolitik stimmen wir weitgehend überein. Meine Überlegungen zur Sicherheit der Kernkraft bezogen sich aber nicht in erster Linie auf die technische Sicherheit der Reaktoren. Mir ging es eher um die Frage der Sicherung gegen Terroranschläge und das Problem der nuklearen Proliferation, das sich aus einem wachsenden Brennstoffbedarf und dem Streben vieler Staaten nach eigenen Kapazitäten zur Urananreicherung ergibt, da solche Fähigkeiten natürlich auch militärisch genutzt werden können. Der derzeit diskutierte Vorschlag exterritorialer Anlagen, betrieben von der IAEO, könnte aber zur Lösung beitragen.
Die Endlagerproblematik kommt natürlich noch hinzu. Ich glaube aber es war Ankur, der dazu hier im Forum geschrieben hat, dass durch die bereits entstandenen radioaktiven Abfälle diese Frage ohnehin gelöst werden muss. Es mag durch eine Weiternutzung der Kernenergie vergrößert werden, aber entziehen könnten wir uns ihm auch durch einen sofortigen Atomausstieg nicht.
Mein Technikverständnis ist trotz allem das eines interessierten Laien. Aber einerseits benötigt man gewisse Grundkenntnisse, um politische Fragen qualifiziert bewerten zu können. Andererseits will ich natürlich als Science-Fiction-Fan über die wichtigsten technologischen Entwicklungen auf dem Laufenden bleiben ;-). Zu der Frage, ob die erneuerbaren Energien ausreichen, um den wachsenden Energiebedarf der Welt zu decken, kann ich daher letztlich auch keine autoritative Prognose abgeben. Also bleibt nur die Chancen Energieeinsparung, erneuerbare Energien und Kernfusionsforschung so gut wie möglich zu nutzen, ob das am Ende reicht wird man sehen.
Beste Grüße
Girondelle

 
10.06.2008    
 
Hallo marmotil,
danke für die freundlichen Worte. Ich versuche ausgewogen und differenziert zu schreiben, auch wenn das bei der polemischen Frontbildung hier in manchen Fragen nicht immer einfach durchzuhalten ist. Die EU sehe ich nicht zuletzt als eine Möglichkeit, Kants Vision vom ewigen Frieden zumindest regional umzusetzen. Da die Welt als Ganzes von einem solchen Zustand freilich noch weit entfernt ist werden uns Hegemonie und mit deren Verfall eine gefährliche Großmachtrivalität noch lange erhalten bleiben. Unter diesen Bedingungen agieren eben auch die USA und große Machtgefälle bergen immer das Risiko von Ressentiments auf der schwächeren Seite und Hybris auf der stärkeren. In Deutschland ist eher das erste Problem einschlägig. Dem versuche ich ein Stück weit entgegenzuwirken, auch wenn das europäische Interesse bei mir Vorrang hat.
Die Selbstbeschreibung als grünliberal habe ich z.T. wegen den Grünliberalen in der Schweiz gewählt, obwohl ich kein Schweizer bin. In Deutschland gibt es eine vergleichbare Partei freilich nicht, mit Blick auf das Wahlrecht hätte sie auch kaum Chancen. Was das hiesige politische Spektrum angeht sehe ich schon erhebliche Übereinstimmung mit Politikern wie Joschka Fischer, Krista Sager, Fritz Kuhn oder Christine Scheel, betrachtet man B90/Grüne insgesamt, dann ist die Gemeinsamkeit freilich geringer. Und auch in anderen Parteien gibt es Politiker, die ich schätze.
Beste Grüße
Girondelle

 
05.03.2008    
katali  
 
sorry für meine peinlichen Tippfehler!

 
25.01.2008    
 
Hallo marmotil!

Ich hoffe die Tränen vom Lachen über den 160m²-SkySails-Kite sind inzwischen getrocknet. Ein Airbus A320 hat nur 122m² Flügelfläche und hebt damit gut 73 Tonnen in die Luft - es kommt also nicht nur auf die Fläche an. Kites bauen ihre Power ebenfalls durch Eigengeschwindigkeit auf. Hier gibt's ein paar Zahlen, dann kannst du selber mal ein Bisschen rechnen, wenn du Lust hast:
http://www.fh-oow.de/aktuelles/database/index.php?anzeige=Nachricht&id=1612

Viele Grüße!
Ulfberht