Eingeloggt:
Dabei seit:
Abrufe:
07.12.2011
02.06.2009
1924

nicht online


  1. Neuer permanenter Krisenmechanismus (17.12.2010)
    Aha, da sind wir uns ja alle einige - die Euro-Krise ist permanent, also auf Dauer! (aber nur bis zum... mehr
  2. Teilkasko für Europa (16.12.2010)
    Interview mit Euro-Bond-Erfinder von Weizsäcker http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/0,2828,734977,00.html... mehr
  3. @ischbinwiederda (16.12.2010)
    Ihre netten Belehrungen in allen Ehren, aber was haben Sie zum Thema zu sagen: Die gute, alte DMark muss wieder her?... mehr
  4. @Maximilian007: EU gute Idee (16.12.2010)
    Stimme ich Ihnen zu, allerdings nur eine gute Idee, die sich aber schlecht verwirklicht, weil die Summe der nationalen Interessen... mehr
  5. Pro Eurobonds (16.12.2010)
    Alle reden von höheren Kosten für die Finanzierung deutscher Schulden. Also das wäre doch gut, ganz im Einklang mit der... mehr
Freunde von rdonges (0)
Noch keine Freunde vorhanden
Suchen im sued-café
 

Suchen Sie innerhalb der sued-café Leser-Lounge nach anderen Mitgliedern und Themen.
Startseite sued-café  |  Kontakt  |  FAQ  |  Suche  

Interessen/Themen
rdonges hat noch keinen Profiltext eingegeben.

Gästebuch von rdonges Abonnieren Sie dieses Gästebuch als RSS Feed  
Einträge

13.01.2010    
 
Ja, ja genau, wir haben eine Fragmentierung der Gesellschaft in Gruppen u. Grüppchen, Lobbies, Berufstände oder Kasten wie Ärzte, Apotheker, Juristen, Politiker usw., Beamte, Selbständige, 2 Klassen von Arbeitnehmern (Unterschiede von Arbeitern u. Angestellten ist dagegen heute unrelevant), wobei jeder natürlich nur auf seine eigenen Vorteile u. Interessen achtet.
Gleichzeitig ist die Politik kaum noch in der Lage volkswirtschaftliches Gesamtinteresse u. gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer ?sozialen? Marktwirtschaft zu realisieren.
Daher sind leider wohl eine grundlegende Steuer- + SV-Reformen eine Utopie u. somit nicht machbar. Man will ja niemanden auf die Füße treten, es allen recht machen geht aber nicht.
Aber:
Wir brauchen Solidarität u. keinen Soli!
Eine einzige RV für alle. Ja wirklich alle Berufsstände, Selbstständige u. Beamten.
Keine SV-Beiträge auf Einkommen über z.B. 80K
Und eine zumutbare Steuerkurve mit flacher Progression für alle Einkommen u. geringerem Spitzensteuersatz.
Dies ist finanzierbar durch Abschaffung von Privilegien/Subventionen u. notfalls durch Anhebung der direkten Steuern.

 
12.01.2010    
ankur  
 
Wobei der Grundfreibetrag plus einer Arbeitnehmerzulage auf die mittlere Steuer einen weit höheren Einfluss hat wie der moderat steigende Spitensteuersatz, tragen Sie sich das auf, Sie werden erstaunt sein. Bei Otto Normal mit 30kEuro im Jahr und sagen wir 13 kEuro Freibtrag in Klasse I wären 17kEuro zu versteuern. Steuereinnahmen: 40%=6k8, 45% 7k6, 50% 8k5. 13k Freibetrag und obenrum 40% wäre genau so teuer wie 16K Freibetrag und oben 50%. Nur dass die unter dieser Schwelle jeweils entlastet würden und die oben draufzahlen. Ein Einheitssatz hätte den Charm, dass absolut jeder formal gleich behandelt wird. Keine Neidsteuer, kein "der Staat lässt mir nix" gemecker. Der Staat hätte allerdings eher ein Interesse, auch unten gut zu kassieren, da er dort sowohl Steuern als auch Sozialversicherung braucht und die Masse aller Steuerzahler bei maximal 40kEuro im Jahr liegt. Vermutlich wäre 45% und leicht höhere Freibeträge ein guter Kompromiss. Wir können spekulieren wie wir wollen, ohne eine Steuerstatistik INCLUSIVE Sozialversicherungsstatistik der jeweiligen Einkommensgruppe ist das alles kaum über Stammtischniveau. Schließlich muss es finanzierbar sein.

Das entbindet allerdings den Staat nicht vom sparen, siehe Öffis mit GEZ, Beamtenversorgung und Pensionen, Duales Gesundheits(un)wesen mit einer gutverdienenden Gruppe ohne jeden Solidarbeitrag und bestimmte Lobbygruppen, die eigene Versorgungswerke statt gesetzliche Rente haben. Ein Bekannter ist Anwalt, er wird mit 45 Jahren mehr Rentenanspruch ans Versorgungswerk haben wie ein Gesetzlicher mit 65. 3-4% Zins auf die Erträge machen den Braten ziemlich fett, bei "uns" sind 20% des Rentenbeitags zur Hinterbliebenen- und Berufsunfähigenversorgung. Wobei ich die mit dem Rentenbeitrag zahle, aber kaum noch davon profitieren kann. Die Hürden zur gesetzlichen BU sind mittlerweile sauhoch und man muss als jüngerer die BU privat absichern. Also effektiv doppelte Zahlung :-( die BU ist übrigens (wie lächerlich) nicht steuerlic

 
12.01.2010    
 
usätzlich müssten natürlich die Einkommensschwellen alle paar Jahre gemäß der Inflationrate angepasst werden, damit die "kalte Progression" nicht zu stark zuschlägt.

 
12.01.2010    
 
Sie haben vollkommen Recht damit, dass ein linearer Anstieg des Steuersatzes zu einem quadratischen Anstieg bei den Steuern führt.
Nichts desto trotz brauchen wir eine Steuerprogression ? daher mein Vorschlag eine treppenförmiger Anstieg des Steuersatzes u. mit der Besonderheit der Anwendung des höheren Satzes nur auf den Teil, der über der jeweiligen Einkommensschwelle liegt.
(Besonderheit nur für Deutschland) Z.B. Konkret
Grundfreibetrag 10K, Steuersätze 40% (inc.SV) bis 20K, 45% bis 50K, 50% über 50K:
Einkommen 18K, Steuern= (18K-10K)*0,4=3,2K (17,8%)
Einkommen 32K, Steuern= (10K*0,4)+(12K*0,45)=9,4K (29,4%)
Einkommen 70K, Steuern= 10K*0,4+30K*0,45+20K*0,5=4K+13,5K+10K=27,5K (39,3%)
In Klammern die effektive Steuerbelastung!

 
11.01.2010    
 
Ich wäre für stufenförmige der Steuersätze, die auch SV beinhalten wie z.B. in NL
Linear oder kontinuierlich steigende Sätze sind unzumutbar - aber es muckt ja niemand auf!
Also das Mehreinkommen, d.h. der Teil der die verschiedenen Schwell- o. Stufenwerte übersteigt soll progressiv besteuert werden, nicht das Gesamteinkommen (pervers!).
Aber das aktuelle System ist natürlich ein Eldorado für die Regierung - sowas gibts nur in D. (aber Schulden machen kostet deshalb weniger!)

 
10.01.2010    
ankur  
 
Bei einem konstanten Satz steigt das Steueraufkommen linear mit dem steuerpflichtigen Einkommen der Bevölkerung an, bei einem linear steigenden Satz quadratisch.

Holland hat ein System, auf das es sich lohnt einen Blick zu werfen. Dort gibts 3 Steuerstufen, die Summe aus Steuer und Sozialversicherung ist in jeder Stufe eine Konstante, die Stufen steigen leicht von knapp unter 40 auf knapp über 40 auf dort 52% an. Würden wir das adaptieren, dann ginge die erste Steuerstufe bis zur Bemessungsgrenze der Krankenkasse, die zweite bis zur Bemessungsgrenze der Rentenversicherung und die dritte wäre drüber. Könnte so gestaltet werden, dass die Summe niemals 50% übersteigt. Also Gesamtlast von 40%, 45% und 50% und Stufen bei 3500 sowie 5000 Euro, Freibetrag Single 800 Euro, Paar 1300 Euro basierend auf AKTUELLEN Freibeträgen.

Single, 2500?:: 680? Abgaben, aktuell wären 900 fällig.
Paar 2500 Euro: ca 1300 Freibetrag, Rest 1200? zu 40% sind 480 Euro Abgaben. Aktuell 650 Euro. Am unteren Ende also wie erwartet eine Entlastung.

Gutverdiener, 5000 Euro im Monat, Single wären zusammen 1755 Euro Abgaben, aktuell 2100 Euro. Auch entlastet. Als Paar käme es auf 1555 Euro Abgaben, aktuell 1800 Euro. Auch entlastet. Topverdiener zahlen formal nicht drauf, da Spitzensteuer plus Neidsteuer plus Soli formal 50% ist, wir wissen dass es praktisch geringer ist. Ich fürchte aber, das langt dennoch nicht.

Pro AN monatlich 300 Euro Mindereinnahme wären fast 50 Mrd Defizit, das kann keine Ausgabenersparnis bei ALG-II einfangen und wahrscheinlich auch keine höhere mittlere Besteuerung bei Topverdienern.

 
10.01.2010    
 
Ihre Steuerkurve wäre nicht linear, ich korrigiere mich, sondern konstant.
Dagegen haben wir momentan einen kontinuierlich steigenden Steuersatz bis zum Spitzensatz (keine Ahnung z.Z. 45+Soli?).
Effektiv bewirken Einkommensteuer + SV + indirekte Steuern wie Mwst bei den mittleren Einkommen die höchste Steuerprogression, in etwa quadratisch, u. damit mehr als linear u. wir haben einen effektive Gesamtbesteuerung, die PI x Daumen auch mehr als 60% des Einkommens ausmachen kann. Diese müsste abgeflacht werden, etwa durch einen stufenförmigen Anstieg der Steuersätze.
Dagegen werden Millionäre natürlich wesentlich weniger effektiv besteuert, theoretisch zum Spitzensatz, was nicht die vielen Schlupflöcher berücksichtigt, die das zu versteuernde Einkommen drücken. Aber z.B. CH, UK sind noch wesentlich attraktiver oder besonders Monte Carlo um nur in Europa zu bleiben.

 
10.01.2010    
ankur  
 
Naja, wir haben quasi 50+% Steuer zur Zeit und zwar ab dem Zeitpunkt, wo der individuelle Spitzensteuersatz 30% übersteigt. Zusammen mit der SV wären wir bei 50% und steigend ab diesem Punkt! Aktuell liegt dieser formale Punkt beim Single um 25.000? p.a., die Steuerlast an diesem Punkt beträgt absolut 3350? und die SV 5100?. Zusammen 8450? Abgaben ohne AG Anteile. Mit AG Anteilen werden aus 25k? Brutto 30.4k? Lohnkosten, was lediglich 16.5k? Netto ergibt. Fast 50% Absolutbelastung, ziehe ich die 8k? Existenzminimum ab werden von 22k4 Einnahmen über Existenzminimum nur 7k? Überschuss an den AN ausgeschüttet, 15 gehen an den Staat.

Mit 5k? An Freibetrag, 8k? Sockelbetrag wären nach meiner Schätzung nur 12kEuro zu 50% zu versteuern, was 6kEuro statt deren 8 Aktuell an Abgaben sind. Der AN würde damit sogar besser fahren, ich hoffe, ich bin nicht zu vorsichtig mit meinem Einheitssatz von "nur" 50%.

Unser System "klingt" humaner mit einem ansteigenden Satz, aber da die SV ab dem ersten Euro greift und das Steueraufkommen bei einem linear steigenden Tarif nun mal quadratisch ansteigt ist unser aktuelles System tatsächlich leistungsfeindlicher. Spitzenbelastung mit "Soli" aktuell 60% bei 63k? Jahresbrutto als Single. Spitzensteuersatz + Soli + Rente + Arbeitslosenversicherung. Würde ich den AG Anteil formal mit berücksichtigen, so wären wir bei etwa 69%.

Naja, mir fehlen Einzeldaten zur Steuer- und Sozialversicherungstatistik um das Modell durchrechnen zu können. Vor allem fehlen auch Angaben, wie viele Milliarden aktuell an Aufstocker gehen, die dann entfallen würden. Macht man leider nicht zwischen Tür und Angel. Klar ist, dass Millionäre dann höher belastet würden, deren mittlerer Steuersatz nach allen Abzügen liegt nach Steuerstatistik irgendwo bei 35%. Daher hat die FDP vermutlich auch den "Spitzensteuersatz" in Ihrem Modell.

 
10.01.2010    
 
Also im Prinzip würden Sie alles so lassen, wie es ist, bis auf:
1. die Steuerkurve wird angepasst, von jetzt linear progressiv auf linear
2. der Grundfreibetrag wird angehoben auf EM+5000,-
3. der Steuersatz beträgt 50% und umfasst auch SV (u. ich nehme an der Soli wird gestrichen)
4. EM wie nach ALGII + Wohngeld (Berechnung des Wohngeldsatzes eventuell reformiert)
5. Einige kleinere Anpassungen/Reformen bezüglich Werbungskosten (z.B. Wegfall km-Pauschale) u. bei der Absetzbarkeit anderer Kosten.
Noch mal ganz nüchtern betrachtet, halte ich Ihre Vorschläge nach wie vor für interessant:
Null Steuern + SV bis zum Grundfreibetrag geben einen höheren Anreiz zur Arbeit für diese Einkommensgruppe. Allerdings der Sprung auf 50% für die Einkommen ab dem Grundfreibetrag ist ein bei weitem schlechteres u. ungerechteres System als wir es momentan haben u. kaum VWL förderlich. P.S. Gestern hat in Italien auch Berlusconi eine Steuerreform angekündigt. Es soll nur noch zwei Steuerstufen geben (Grundfreibetrag mit 0% Satz nicht als Steuerstufe mit eingerechnet).
Sie fordern sogar nur eine Steuerstufe (FDP will wohl 3 oder 4 Stufen)!

 
10.01.2010    
ankur  
 
Der Arbeitgeberanteil bleibt wie bisher, für den AG ändert sich finanziell NICHTS. ich wüsste auch nicht warum sich was ändern sollte.

Was das Existenzminimum angeht: Wir haben partiell ein Problem wenn örtliche Mieten in die Steuer einfließen. Es wird wieder intransparent, zudem würden hohe Mieten quasi von der Steuer absetzbar, was wiederum Mieterhöhungen provoziert. Aktuell hat man mit X Euro in Meck-Pomm ein weit höheres effektives Netto nach Miete als mit der gleichen Summe in Frankfurt oder München. Diese Triebkraft einen Job in strukturschwachen Regionen anzunehmen würde damit verringert.

Gegenargument: Aktuell wird gerade in teuren Gegenden der Transferempfänger gegenüber dem AN bevorzugt, da ihm "angemessener" und nicht "bundesweit gemittelter" Wohnraum bezahlt wird. Damit provoziert der Staat Aufstocker. Gerade München ist ein gutes Beispiel, es dürfte fast jede größere Familie zum Aufstocker werden.

Es gäbe zwei Lösungen:
(a) Pauschalierung des Wohngeldes für Transferempfänger am Beispiel Schweden. Bestenfalls wird lokal für X Monate die höhere Miete als "Übergangsgeld" gezahlt. Wer z.B. über 2-3 Jahre keine Vollzeitstelle findet und damit aus dem Sozialsystem rauskommt, der muss effektiv (amtlich subventioniert) wegziehen. Hart für den Hartzer, aber es entlastet parallel den Mietmarkt für Geringverdiener und es senkt das Angebot an potenziellen Billiglöhnern sowie Schwarzarbeitern, was wiederum die Löhne deutlich nach oben pushen sollte.

(b) Lokale Differenzierung des Existenzminimums für AN. Was dem Harzer als Miete zugestanden wird, bekommt der AN als Freibetrag. Was dem einen recht, das muss dem anderen billig sein.

Beide Lösungen haben Pros und Kontras. Aber das aktuelle System ist leider fürn Allerwertesten. Bei der gelegenheit würd ich auch die "Dienstwagenprivilegien" kassieren. Unternehmen dürfen nur noch die Entfernungpauschale für PKW absetzen. Dann können Sie warten, wann die Entfernungspauschale auf 45 Cent angehoben wird. Für den

 
  vorherige Seite    1  |  2  |  3    nächste Seite