Club der Gutmenschen
|
Forum
Frohe Weihnachten und ein gesegnetes Neues Jahr wünsche ich allen Gutemenschen und Ihren Freunden  Meistens sind es ja gerade diese "Gutmenschen" (es stimmt, dass der Begriff zur "Keule" verkommen ist, die auch - aber nicht nur - von eher rechtsradikal Eingestellten gebraucht wird), die reflexartig und ohne Argumente sich an einzelnen Aussagen oder Ausdrücken festbeißen und mit künstlicher Empörung und Betroffenheit reagieren.
Beispiel: Martin Hohmann. Er benutzte in einer Rede die Wörter "Juden" und "Tätervolk" und schon brach das Geplärre los. Dass Hohmann weder Antisemit noch Na.zi ist, als die er bezeichnet wurde, trat in den Hintergrund. Wer die Rede im Gegensatz zu den meisten Berufsempörten ganz gehört bzw. gelesen hat, hätte dies auch klar erkennen können; allerdings ist das ja in der Politik nicht immer gewollte und es hat diesen Mann seine politische Karriere gekostet!
"Politische Korrektheit" ist eine neue Form der "Schere im Kopf". Allein das Benennen bestimmter Wahrheiten oder auch nur die Nähe zu bestimmten Wahrheiten setzt einen öffentlichen Menschen direkt einem Wust an (meist ungerechtfertigter) Kritik aus.
Und hier stehen sogenannte "Gutmenschen" oder "Pharisäer" an vorderster Front, weil sie sich ob ihrer Gesinnung für "gut", "besser" oder sonstwie überlegen halten (es aber nicht wirklich sind). 03.11.2010 klymer @kulturoptimist da haben sie aber übersehen daß ich das wort "gutmensch" im sinne der na*ikeule verstehe (vielleicht hab ich mich auch etwas unklar ausgedrückt): wenn jemand der sagen wir mal sich als "politically incorrect" bezeichnet argumente gegen seine sichtweisen zu hören bekommt, werden diese reflexhaft als "gutmenschentum" etc zurückgewiesen. kein darauf eingehen, nichts, nur dieser reflex.  Mit dem Argument verteidigen sich vor allem Berufsbetroffene gerne selbst und wenden damit, wie Sie richtig schreiben, die "Na.zikeule" gegen den, der das offen benennt.
Das ist die Hauptwaffe der sogenannten "Gutmenschen", da sie jeden, der sie kritisiert, als "Schlechtmenschen" diffamieren können, z.B. als Na.zi.
Sie fühlen sich einfach wegen ihrer Gesinnung als "Bessermenschen" und über andere Erhaben, denn diese vertreten andere Meinungen oder Einstellungen ja nur, weil sie "dumm" oder "schlecht" sind. Dieses Verhalten nennt man "pharisäerhaft" und den Mechanismus "politische Korrektheit".
Ich bin überhaupt kein Fan von Thilo Sarrazin und Konsorten, aber ich finde es gut, dass die Waffe "PC" endlich stumpf wird und bestimmte Meinungen schon bei Andeutung zu Verlust von Ansehen, Karriere und Zukunft führen können, nur weil die Claudia Roths dieser Welt extrem gut darin sind, sich künstlich aufzuregen!
Und bestimmte Probleme sind ja in der Tat vorhanden und müssen angegangen werden, ohne dass man sich erst ewig lang über Begriffe und deren vermeintliche diskriminierende Wirkung streitet, sich in Details verliert und das eigentliche Problem auf der Strecke bleibt. 29.10.2010 klymer @kulturoptimist gutmensch sehe ich als kampfbegriff der "neuen rechten" oder wie man die auch nennen mag (ist so eine art na*ikeule der anderen art) ich bin hier mitglied da ich mir mit einem selbstironischen augenzwinkern diesen titel gerne anhaften lasse. "ich bin linksdemokratischer Gutmensch "und das ist gut so"."
Das denkt wohl jeder Linksradi.kale von sich selbst. Das "Nervtötende" an sogenannten "Gutmenschen" ist ja, dass sie sich zumeist nicht nur für "gut" (in einem linksradikalen Sinne) sondern für "besser" als alles andere halten.
Versteht mich nicht falsch, viele linke Gedanken sind richtig und tatsächlich gut, weil dem Gemeinwohl zuträglich. Aber leider ist die Linie schnell überschritten, aus dem Gemeinwohl eine Du-bist-nichts-dein-Volk-ist-alles-Doktrin zu machen.
An dem Wort "Gutmensch" stört mich, neben zunehmender Verwendung durch sog. Populisten, dass gar nicht so homogene Vorstellungen davon existieren, was "gut" ist! ich glaube unter diesen umständen möchte ich lieber doch kein "gutmensch" sein. einer der ersten (oder letzten?) Gutmenschen zu sein. ich bin linksdemokratischer Gutmensch "und das ist gut so".  Sehr geehrte Damen und Herren, hochgeachtete Gutmenschen und Gutmenschinnen, liebe gelegentlich auftauchende Trolle,
Es freut mich und ist mir eine große Ehre, hier an dieser Stelle, als neuestes Mitglied in Ihrem Club weilen zu dürfen. Ich möchte es an dieser Stelle nicht versäumen, in kurzen, dürren Worten zu beschreiben, was Gutmenschsein in diesem Zusammenhang für mich bedeutet: Zum einen ist es Abgrenzung vom Zynismus derer, die uns diesen Begriff als Schimpfwort und Herabwürdigung anheften wollen. Ich empfinde es als Auszeichnung, wenn Trolle wie P...26 oder die Kalaschnikoff schwenkende Katze mich als Gutmensch, wahlweise auch als linken Gutmenschen oder, wenn der Kaffe morgens nicht richtig aufgebrüht war, auch schon mal derbe als links-grünen Faschisten bezeichnen. Das zeigt mir dann immer, dass ich so falsch nicht gelegen haben kann mit meiner Meinung und dann denke ich mir: Weiter Harry, nicht aufgeben im Kampf gegen SZ-Zensur und Trolltum. Der Kampf wird vermutlich nie enden; persönlich fechte ich ihn mit viel Sarkasmus und Ironie aus - aber ich werde nie zulassen, dass dieser Sarkasmus in blanken Zynismus umschlägt; da liegen Welten zwischen!
|
|