Literatur
|
Forum
26.05.2012 rokna SZ Online v. 26. 05. 2012: "Gedicht von Günter Grass zur Griechenland-Krise - Europas Schande  Exklusiv "Dem Chaos nah, weil dem Markt nicht gerecht..." In einem zornigen Gedicht äußert sich Nobelpreisträger Günter Grass zur Griechenland-Krise. Europa stelle das Land, in dem die europäische Idee einst geboren wurde, an den Pranger, beraube es seiner Rechte und verurteile es zu Armut, klagt er. Und der Dichter zeigt Verständnis für die Wut der Griechen." Ein Gedicht von Günter Grass
Meine Meinung dazu:
Grass' Gedicht ist ein Stück klassische Literatur, das Bestand hat, da es sich mit einem ungeheuerlichen Vorgang befasst: Europa liquidiert seine Wiege, Griechenland !
Federführend dabei ist ausgerechnet die derzeitige deutsche Kanzlerin Merkel, die kraft des "Exportweltmeisters" Deutschland Resteuropa eisern beherrscht und mit einseitigen Spardiktaten stranguliert.
Grass ist schrecklich aktuell und klagt zu recht die bornierte EU-Bürokratie und die EU-Politik an, in der sein Vaterland leider eine "tragende" Rolle spielt...
http://www.taz.de/100-Todestag-von-Karl-May/!90460/
http://mp3-download.swr.de/swr2/wissen/sendungen/2012/03/karl-may-ein-meister-der-selbstvermarktung.12844s.mp3 15.01.2011 schnolfi Aus dem Buch: "Die Vögel brüllen" von Daniel Glattauer (Goldmann, 8,95 Euro)  "*Abgräden*, daunloden"
" Wenn Bill Gates Einverstanden ist, wollen wir heuer noch ein paar Worte eindeutschen, bevor es endgültig so weit kommt, dass wir wie unsere eigenen Computer sprechen. Vor allem auf dem Lande wird man für folgende Lautverschiebungen und Sinnerweiterungen dankbar sein.
Upgraden, abgräden: Programm auf neuen Stand bringen. Fisch skeletieren. ("Geh, hilf ma bitt' schön den Karpfen ogräden!")
Attachen, etetschen: Jemandem ein Dokument schicken, ein Bild oder einen Text dazuhängen, anhängen. ("Von dir laas i ma ka Kind etetschen !")
Deleten, dilieten: Löschen, streichen. ("Du kannst mich für immer aus Deinem Gedächtnis dilieten !")
Downloaden, daunloden: Herunterladen, Kühe melken. ("Hast heut schon die Resi daune'gloden ?")
Forwarden, vorworden: Weiterleiten, eine Begrüßungsrede halten. ("Papa, kannst Du uns im Mai die Hochzeitsfeier vorworden?")
Updaten, abdeten: Aktuelle Daten einbringen, Kalender mit Termin füllen. ("Treffen wir uns im Februar, der Jänner ist bei mir schon voll abgedetet.")
Spammen, spemmen: Mit unnötigem Material füllen, stopfen, konsummieren. ("Ich esse nichts mehr, ich bin bis obenhin zugespemmt.") "John Darwin: "Der imperiale Traum: Die Globalgeschichte großer Reiche 1400 - 2000", Campus Verlag 2010, Preis: 49,90 Euro"
http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/hr2_buch/hr2_buch_20110104_2.mp3 "Hans Magnus Enzensberger: "Meine Lieblings-Flops, gefolgt von einem Ideen-Magazin", Suhrkamp 2010, Preis: 19,90 Euro"
http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/hr2_buch/hr2_buch_20110106.mp3 12.08.2010 ahnne Die Bürgschaft - Teil III  und zum Scheine bringt man die wunde mär
der fühlt allzu menschliches Rühren
lässt schnell vor den Thron sie führen
und blicket sie lange verwundert an
drauf spricht er es ist euch gelungen
ihr habt das Herz mir bezwungen
und die Reue sie ist doch kein leerer Wahn
so nehmet auch mich zum Genossen an
ich sei gewährt mir die Bitte
in eurem Bunde der dritte
------------------------------------------
gestärkt wandeln sie nun zusammen die drei
das wagemutige Wort samt Erwartung und Schein
mit Schwester und Schwager vom ich vereint
und zahlreichen Kindern das eine nur greint
und mahnt und Bittet ruft und fleht
dass selbst die Stille erzittert und bebt
das Schweigen erwacht vorbei ist die ruh
und alle hören dem Kindlein zu
von Schein und Erwartung
von Gier und Genuss
habe ich lediglich
Not und Verdruss
von meinen und glauben
Hoffen und Gut
bleibt für mich am Ende
nur Ohnmacht und Wut
allein zu sein
ist keine Pein
mit Euch allein
das ist die Pein
Lebt wohl wie ihr wollt
im Schatten des Scheins
voll Erwarten und Hoffen
mit und ohne Pein
leb wohl du scheinbare gute Zeit
das Ewige hat mich für sich gefreit 12.08.2010 ahnne Die Bürgschaft - Teil II  und gewinnt das Ufer und eilet fort
und danket dem rettenden Gotte
da stürzt die raubende rotte
hervor aus des Waldes nächtlichem Ort
den Pfad ihm sperrend und schnaubet Mord
und hemmet des Wanderers eile
mit drohend geschwungener Keule
Was wollt ihr ruft er für Schrecken bleich
ich habe nichts als mein Leben
das hab ich dem König gegeben
und entreißt die Keule dem nächsten gleich
um des Freundes Willen erbarmet euch
und drei mit gewaltigen Streichen
erlegt er die andern entweichen
und die Sonne versendet glühenden Brand
und von der unendlich gewaltigen Mühe
ermattet sinket das ich in die Knie
o hast du mich gnädig auS RÄUBERHAND
AUS DEM STROM MICH GERETTET ANS HEILIGE LAND
SOLL ICH HIER VERSCHMACHTEND VERDERBEN
UND DER FREUND MIR DER LIEBENDE STERBEN
UND HORCH DA SPRUDELT ES SILBERHELL
GANZ NAHE WIE RIESELNDES RAUSCHEN
UND STILLE HÄLT ER ZU LAUSCHEN
UND SIEH AUS DEM FELSEN GESCHWÄTZIG SCHNELL
SPRINGT MURMELND HERVOR EIN LEBENDIGER QUELL
UND FREUDIG BÜCKT ER SICH NIEDER
UND ERFRISCHET DIE BRENNENDEN GLIEDER
UND DIE SONNE BLICKT DURCH DER ZWEIGE GRÜN
UND MALT AUF DEN GLÄNZENDEN MATTEN
DER BÄUME GIGANTISCHE SCHATTEN
UND ZWEI WANDERER SIEHT ER DIE STRAßE ZIEHN
WILL EINLENDEN LAUFES VORÜBERFLIEHN
DA HÖRT ER DIE WORTE SIE SAGEN
JETZT WIRD ER ANS KREUZ GESCHLagen
und die Angst beflügelt den eilenden Fuß
ihn jagen der Sorge Qualen
da schimmern in Abendrots Strahlen
von Ferne des Kindes Flehen
und entgegen kommt ihm sein Sehnen
des Echtsein redlicher Hüter
der erkennt entsetzt den Gebieter
zurück du rettest den Freund nicht mehr
so rette das eigene Leben
den Tod erleidet er eben
von Stunde zu Stunde gewartet er
mit hoffendem Herzen der Wiederkehr
ihm konnte den ergebenen Glauben
der Hohn des Tyrannen nicht rauben
und ist es zu spät und kann ich ihm nicht
ein Retter willkommen erscheinen
so soll mich der Tod ihm vereinen
des rühme der Blut'ge Tyrann sich nicht
dass der Freund dem Freuden gebrochen die Pflicht
er schlachte der Opfer zweie
und glaube an liebe und Treue
und die Sonne geht unter da steht es am Tor
und sieht das Kreuz schon erhöhet
das die Menge gaffend umstehet
an dem Seile schon ziehet man den Freund empor
da zertrennt er gewaltig den dichten Chor
mich Henker ruft er erwürget
da bin ich für den er gebürget
und erstaunen ergreift das Volk umher
in den Armen liegen sich beide
und weinen für Schmerzen und Reue
da sieht man kein Auge tränenleer
und zum Scheine bringt man di 12.08.2010 ahnne Die Bürgschaft - Teil I  Wie Johann Christoph Friedrich von Schiller
sie hätte schreiben können
wenn er selbst-zentriert gelebt
statt sachzentriert geschrieben hätte
Zum Schein dem Tyrannen schlich
das Wort den Dolch im Gewande
ihn schlugen die Zweifel in BANDE
WAS WOLLTEST DU MIT DEM DOLCHE SPRICH
ENTGEGENET IHM FINSTER DAS WÜTENDE ICH
DAS ECHTSEIN VOM TYRANNEN BEFREIEN
DAS SOLLST DU AM KREUZE BEREUEN
ich bin spricht das Wort zum Sterben bereit
und bitte nicht um mein Leben
doch willst du Gnade mir geben
so flehe ich um drei Tage Zeit
bis ich die Schwester dem Gatten gefreit
ich lasse den Freund dir als Bürgen
ihn magst du entrinn' ich erwürgen
da lächelt das ich mit arger List
und spricht nach kurzem Bedenken
drei Tage will ich dir schenken
doch wisse wenn sie verstrichen die Frist
eh du zurück mir gegeben bist
so muss er statt deiner erblassen
doch dir ist die Strafe entlassen
und es kommt zum Freunde der König gebeut
das ich am Kreuz mit dem Leben
bezahle das frevelnde streben
doch will er mir gönnen drei Tage Zeit
bis ich die Schwester dem Gatten gefreit
so bleib du dem König zum PfANDE
BIS ICH KOMME ZU LÖSEN DIE BANDE
und Schweigend umarmt er den treuen Freund
und liefert sich aus der Tyrannin
das andere ziehet von dannen
und ehe das dritte Morgenrot scheint
hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint
eilt heim mit sorgendem Herzen
damit er die Frist kann verschmerzen
da gießt unendlicher Segen herab
von den Bergen stürzen die Quellen
und die Bäche die Ströme schwellen
und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab
da reißt die Brücke der Strudel hinab
und donnernd sprengen die Wogen
des Gewölbes krachenden Boden
und getröstet geht es an Ufers Rand
wie weit es auch spähet und blicket
und die Stimme die rufende schicket
da stößt kein Nachen vom sicheren Strand
der es setzte an das gewünschte Land
kein Schiffer lenket die Fähre
und das beißende Wort fordert mehre
da sinkt es ans Ufer und weit und fleht
die Hände zum Himmel erhoben
o hemme des Stromes Toben
es eilen die Stunden im Mittag steht
die sonne und wenn sie niedergeht
und ich kann das ziel nicht erreichen
so muss der Freund mir erbleichen
doch wachsend erneut sich des Stromes Wut
und welle auf Welle zerrinnet
und Stunde an Stunde entrinnet
da treibt es die Angst da fasst es sich Mut
und wirft sich hinab in die brausende Flut
und teilt mit gewaltigen armen
den Strom und sein Gott hat Erbarmen 12.08.2010 ahnne Die Bürgschaft - Teil I  Wie Johann Christoph Friedrich von Schiller
sie hätte schreiben können
wenn er selbst-zentriert gelebt
statt sachzentriert geschrieben hätte
Zum Schein dem Tyrannen schlich
das Wort den Dolch im Gewande
ihn schlugen die Zweifel in BANDE
WAS WOLLTEST DU MIT DEM DOLCHE SPRICH
ENTGEGENET IHM FINSTER DAS WÜTENDE ICH
DAS ECHTSEIN VOM TYRANNEN BEFREIEN
DAS SOLLST DU AM KREUZE BEREUEN
ich bin spricht das Wort zum Sterben bereit
und bitte nicht um mein Leben
doch willst du Gnade mir geben
so flehe ich um drei Tage Zeit
bis ich die Schwester dem Gatten gefreit
ich lasse den Freund dir als Bürgen
ihn magst du entrinn' ich erwürgen
da lächelt das ich mit arger List
und spricht nach kurzem Bedenken
drei Tage will ich dir schenken
doch wisse wenn sie verstrichen die Frist
eh du zurück mir gegeben bist
so muss er statt deiner erblassen
doch dir ist die Strafe entlassen
und es kommt zum Freunde der König gebeut
das ich am Kreuz mit dem Leben
bezahle das frevelnde streben
doch will er mir gönnen drei Tage Zeit
bis ich die Schwester dem Gatten gefreit
so bleib du dem König zum PfANDE
BIS ICH KOMME ZU LÖSEN DIE BANDE
und Schweigend umarmt er den treuen Freund
und liefert sich aus der Tyrannin
das andere ziehet von dannen
und ehe das dritte Morgenrot scheint
hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint
eilt heim mit sorgendem Herzen
damit er die Frist kann verschmerzen
da gießt unendlicher Segen herab
von den Bergen stürzen die Quellen
und die Bäche die Ströme schwellen
und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab
da reißt die Brücke der Strudel hinab
und donnernd sprengen die Wogen
des Gewölbes krachenden Boden
und getröstet geht es an Ufers Rand
wie weit es auch spähet und blicket
und die Stimme die rufende schicket
da stößt kein Nachen vom sicheren Strand
der es setzte an das gewünschte Land
kein Schiffer lenket die Fähre
und das beißende Wort fordert mehre
da sinkt es ans Ufer und weit und fleht
die Hände zum Himmel erhoben
o hemme des Stromes Toben
es eilen die Stunden im Mittag steht
die sonne und wenn sie niedergeht
und ich kann das ziel nicht erreichen
so muss der Freund mir erbleichen
doch wachsend erneut sich des Stromes Wut
und welle auf Welle zerrinnet
und Stunde an Stunde entrinnet
da treibt es die Angst da fasst es sich Mut
und wirft sich hinab in die brausende Flut
und teilt mit gewaltigen armen
den Strom und sein Gott hat Erbarmen 20.08.2009 pahlberg Mensch, was ist lios? Es gibt hier weiter und tiefer noch Einträge, die sind fast hundert Jahre alt. Na, nicht ganz so staubig vielleicht, aber leicht angeschimmelt. Oder? Will sich denn keiner mehr äußern zu unsere Kultur? Was ist denn das überhaupt - Kultur? Überlebenhilfe in der afrikanischen Hitze! In diesem Sommer jedenfalls. Wir sollten die Kultur zu den Menschen bringen- in den Biergarte unbedingt.
Die täglichen trockenen Artikel (gelegentlich "Quark" im Goeteschen Sinne) im Feuilleton sind dennoch nicht so wahnsinnig schlecht. Das sei hier mal anerkannt.
Doch wer liest schon die Süddeutsche heutzutage? Noch nicht einmal meine Kinder. Da geht doch was in die Hose . Oder?
Gruß PEP
|
|