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16.07.2011  bad_timing  Gemartert...

 
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vom Moderator?

 
16.07.2011  broken_arrow  Zuletzt befreit mich noch der Tod, ... der Tod, ....

 
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Zuletzt befreit mich noch der Tod, ...zuletzt befreit mich noch der Tod!

 
18.08.2010  ahnne  Walküre

 
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Nah verwandt mit Willkür die Wallküre, Oper von Richard Wilhelm Wagner, wo der Wille im Mittelpunkt steht und zum Untergang führt.

Um die Seele dieser Oper zu ergründen, habe ich sie von 'Zierrat' befreit: vom Götterkult und von Rollen! Vom Zeitraum der Handlung und von Dogmen! Vom nur Kunstwerk zum Werk für die Kunst der Wahrnehmung!

Willkommen in der Dreieck-Beziehung Mann-Frau-Kind.

Am Anfang - im Vorabend - steht die Entscheidung der Frau, den Mann mit einem erhabenen Heim an sich zu binden.Legt die offensichtliche Habgier am Anfang nahe, dass dieser fromm scheinende Wunsch Habgier ist? Ist auch der Anspruch der Frau Fricka auf Ehre Habgier?

Die Walküre verströme die schönste Musik im Ring, lese ich von Experten. Das stimmt für mich. Musik ist Gefühl und Wegweiser im Labyrinth der Worte, von Dogmen und Mythen rundum die Geschlechterrolle verschleiert. Fühle ich dem Wort auf den Zahn und nehme parallel dazu die Natur der Empfindung in der Musik wahr... wird diese 140 Jahre alte Oper zum Spiegel menschlicher Verirrung. Kurz gefasst:

1. Am Anfang ist die Entscheidung der Frau, den Mann ans Heim zu binden
2. Den Mann treibt dies in die Ferne getragen von einem ganz anderen Traum
3. Die Frau duldet und hütet den Schein, bis der Mann den Bogen zu sehr spannt
4. Die Frau fordert die Achtung ihrer Ehre ein auf Kosten des fremden Kindes
5. Der Mann spürt seine Ohnmacht und fasst sie in Worte der Liebe... und Taten der Rache und schleudert die Schuld auf die Tochter. Der Untergang ist eingeleitet. Weder Frau noch Mann waren in der Lage, ihre Entscheidung für Erwartung an andere wahrzunehmen. Wo Liebe gefragt war - für mich Selbstverantwortung im Angesicht der KInder - greift die Rache um sich. Brünhilde sucht das Gespräch mit dem Vater und verwurzelt das Problem. Am Ende kommt der Untergang für alle.

Und Schülern des Lebens bleibt die freie Entscheidung im Angesicht einer Fülle von Möglichkeiten. Ich finde meine im Inhalt und in der Vorlage fürs Leben im Jetzt. Für mein Leben. Auffallend für mich zwei Ausbrüche der Verzweiflung dieses Mannes im Monolog-Dialog mit seinem Kind:

"Denn selbst muss der freie sich schaffen!/Knechte erknet' ich mir nur!"
und
"Was ich liebe muss ich verlassen!"

muss muss

Wer zwingt ihn?
Der innere 'Wurm'?
Weg mit dem Wurm Gier!

Ich bin frei, die Oper als Kunstwerk und Genuss oder Ablenkung vom Alltag zu betrachten oder als Werk, dass meine Kunst der Wahrnehmung fördert.

 
12.08.2010  ahnne  Am Anfang

 
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war mein Wunsch, das Wesen einer Oper zu verstehen, um im Kreis der neuen Bekannten - das war im Sommer 1993 - mitreden zu können. Einem Lehrer vertraute ich meinen Wunsch an. Mozart. Welche Oper habe ich vergessen. Eingeprägt hat sich mir das Gefühl der Ablehnung, als ich die Musik vernahm.

Niemals! Durchaus im Ton des Jochanaan in Richard Strauss' Salome!

Wenige Tage später fuhr ich nach Coburg einkaufen, parkte am Theater, ging am Schaukasten vorbei, wo Die Zauberflöte angekündigt wurde: Das ist sie! Sofort war ich Feuer und Flamme und schnell wieder enttäuscht. Engpass Geld. Keine Chance. Also doch nicht! Am folgenden Freitag eilte ich frohgemut die Stufen in den ersten Stock obwohl ich keinen greifbaren Grund zur Freude hatte. Der Geist eilte mir sozusagen voraus. Auf dem AB die Nachricht einer Bekannten aus Stuttgart mir der Frage: Hast du einen Kassettenrekorder? Ich möchte dir diese wunderbare Aufnahme der Zauberflöte... Also doch. Freude wurde meine Freundin in diesem einzigartigen Sommer, der meine Zukunft vorwegnahm.

Wie eine Ingenieurin - mein gelernter Beruf - ging ich ans Werk: Sprachrekorder, Kopfhörer, Textbuch. Immer wieder hörte ich die gleichen Abrisse, suchte nach der Übereinstimmung von Wort und Tat, gewahrte, dass die Musik dem Wort oft vorauseilt und es zuweilen vorwegnimmt - wie das Gefühl den Gedanken!

Zum ersten Mal in meinem Leben lag ich Tag für Tag in den Armen der Freude und das frei von den Umständen und anderen. Mein Bemühen, selbstständig zu sein bescherte mir zu wenig zum Leben und zu viel zum Aufhören. Mein Freundeskreis weilte im Urlaub in südlichen Gefilden... während ich plötzlich in mir ruhte auf eine Weise, wie ich es mir nie vorstellen konnte. Monatelang. Bis in den Advent hinein...

Plötzlich erstarrt mein Körper im Angesicht der Worte, die sich in meinem Bewusstsein verströmten: Diese Oper birgt das Geheimnis der Seelischen Liebe, offenbar in den Taten der 3 Männer: Tamino, Papageno und Monoastos. Drei Stufen zur Seelischen Liebe. Finde ihren Wesenszug! Ich fand ihn und verwirkliche Seelische Liebe in meinem Leben frei von Umständen und anderen Menschen. Und lernte, dass in der Kunst mehr Wahrheit geborgen ist, als in den fassbaren Tatsachen des Alltags.

Vorgestern suchte ich ein Forum, dies aufzuschreiben. Heute, am dritten Tag - nach einer 'Fehlanzeige' bin ich hier. Offen für Opernfreunde, die mehr über das Geheimnis der Zauberflöte wissen möchten. Danke für diese Chance an die Süddeutsche!

 
09.01.2009  georges-h-peters  Oper

 
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Weshalb kommt dieses Thema hier so schmalbrüstig daher?
Vielleicht habe ich als Neuling hier im Cafe, auch noch nicht entsprechenden Durchblick, wenn dem so ist, möge man mir meine Frage verzeihen.
Herzlichst
Georges H. Peters

 
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